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1,2-Milliarden-Projekt
Aber als sich die «Trianel»-Gruppe, zu der sich 29 Stadtwerke
aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammengeschlossen
haben, bei europäischen Geldinstituten und Landesbanken anklopften,
gab es nur Absagen. 80 Windkraftanlagen mit insgesamt 400 Megawatt
sollten 45 Kilometer vor Borkum in der Nordsee errichtet werden.
Zusammen mit der notwendigen Infrastruktur für die Stromverteilung -
Anschlussnetz und Umspannwerk - eine Investition von über 1,2
Milliarden Euro. Ein dreiviertel Jahr lang, so der Prokurist des AÜW,
habe man verhandelt - vergebens: «Schließlich mussten wir den Umfang
des Projekts auf die Hälfte reduzieren.» Jetzt sollen 40 Windräder
mit einer Gesamtleistung von 200 Megawatt ins Meer gebaut werden.
Dafür werden die Banken wohl Kredite geben. Dabei müsse die
Investorengruppe 35 Prozent des 600-Millionen-Projekts an
Eigenkapital selbst aufbringen. Von der EU komme eine Förderung von
rund 43 Millionen Euro. Im Jahr 2012 soll sich nach der bisherigen
Planung das erste Windrad drehen. Und warum eine solche
Offshore-Anlage? Dafür würden laut Herrmann mehrere Gründe sprechen.
So sei ein Windrad auf hoher See doppelt so effizient wie eine
Anlage an Land, weil sie weit größer und damit leistungsfähiger
errichtet werden kann. «Außerdem gibt es dort keine Probleme mit
Wind.» Mit Offshore-Windparks komme man dem Ziel näher, den Anteil
der regenerativen Energien in Deutschland - vor dem Hintergrund des
Atomausstiegs - zu erhöhen.
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