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AUSBAU DES DORTMUND-EMS-KANALS GEPLANT
Sponsoring Scheck überreicht
Duisburg 17.12.09/bv - Nach Informationen des Bundesverbandes der Deutschen Binnenschifffahrt e.V. übergaben im Hafen Spelle-Venhaus tätige Unternehmen einen Sponsoring-Scheck in Höhe von 100.000 Euro.
Der Scheck wurde übergeben an den Präsidenten der IHK Osnabrück-Emsland, Gerd-Christian Titgemeyer. Mit diesem Geld wollen sie die Sponsoring-Aktion der regionalen IHKen für den Ausbau des Dortmund-Ems-Kanals (DEK) unterstützen. Der DEK verbindet Dortmund mit dem Seehafen Emden. Auf seinem 256 Kilometer langem Weg bis zur tidebeeinflußten Ems in Herbrum überwindet der DEK mit 15 Schleusen ca. 70 m Höhenunterschied. Der Abschnitt bis zum Mittellandkanal (Südstrecke) ist seit kurzem für das zukunftsfähige Großmotorgüterschiff (Abmessung: 110,00 x 11,40 x 2,80 m, Tragfähigkeit: 2.100 t) befahrbar. Um diese Befahrbarkeit auch auf der Nordstrecke herzustellen, müssen bislang fünf Schleusen nördlich Rheine auf zukünftig nur noch drei (Bevergern, Venhaus, Gleesen) reduziert werden. Die derzeit zehn Meter breiten Schleusen werden durch jeweils zwölfeinhalb Meter breite und 140 Meter lange Schleusen ersetzt.
 

Mehrere Brücken müssen angehoben werden, um den Kanal auch für mehrlagigen Containertransport befahrbar zu machen. Der Bund wird über 165 Millionen Euro für drei neue Schleusen und die dazwischen liegenden Streckenanpassungen an der DEK-Nordstrecke investieren. Die Projektpartner aus der Region – Landkreise, Kommunen und Gemeinden, die Industrie- und Handelskammern Osnabrück-Emsland und Ostfriesland und Papenburg sowie das Land Niedersachsen – unterstützen das Projekt finanziell und ermöglichen dadurch einen um Jahre vorgezogenen Projektbeginn. Ein leistungsfähiger Zugang für die Binnenschifffahrt ist insbesondere für die Industrie ein Standortfaktor von zunehmender Bedeutung. Der DEK stellt außerdem eine wichtige Hinterlandverbindung des Seehafens Emden an das transeuropäische Wasserstraßennetz dar. Das gesamte Güterverkehrsaufkommen auf der DEK-Nordstrecke und des Küstenkanals lag im Jahr 2004 bei rund 8,6 Millionen Gütertonnen, für das Jahr 2025 wird eine Steigerung des Verkehrsaufkommens um mehr als 25 Prozent prognostiziert.